1918 -1933
Die Jahre der Weimarer Republik sind auch in Magdeburg von politischen Gegensätzen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt. Arbeiter- und Soldatenräte, republikanische Kräfte und Organisationen wie das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold stehen nationalistischen und republikfeindlichen Verbänden wie dem Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten gegenüber.
1924 wird in Magdeburg das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold gegründet. Der überparteilich angelegte Verband setzt sich für den Schutz der parlamentarischen Demokratie und der Weimarer Republik ein.
Stadt des neuen Bauwillens
Doch die 1920er-Jahre stehen in Magdeburg auch für einen außergewöhnlichen architektonischen und städtebaulichen Aufbruch. Persönlichkeiten wie Bruno Taut, Carl Krayl und Johannes Göderitz prägen die Idee einer modernen, sozialen und lebenswerten Großstadt.
Neue Wohnsiedlungen, farbige Fassaden und wegweisende öffentliche Bauten verändern das Gesicht Magdeburgs – die Stadt wird zu einem bedeutenden Schauplatz des Neuen Bauens.
Bis heute lässt sich diese Epoche im Stadtbild entdecken: in der Otto-Richter-Straße, der Beims- und Curie-Siedlung sowie rund um die Stadthalle und den Albinmüller-Turm.
Politische Spannungen und demokratisches Engagement, soziale Reformen und mutige Architektur – die Weimarer Jahre verändern Magdeburg grundlegend.
Herrmann Beims (1863 – 1931)
Mit den Oberbürgermeistern Hermann Beims und später Ernst Reuter erlebt Magdeburg zugleich eine Phase weitreichender kommunaler Reformen und einer modernen Stadtentwicklung.
