1240 -1524
Mit der Herausbildung des Rates gewinnt Magdeburg zunehmend an politischer Eigenständigkeit. Als Hansestadt und Mitglied verschiedener Städtebünde wächst zugleich der Einfluss der Stadt – doch damit verschärfen sich auch die Konflikte um Macht und Mitbestimmung.
Eine Stadt zwischen Aufstieg, Machtkämpfen und Krisen:
- 1293/95: Erste schwere innerstädtische Auseinandersetzungen – wer bestimmt über die Geschicke Magdeburgs?
- 1325: Der Konflikt zwischen Bürgerschaft und Erzbischof eskaliert im sogenannten Bischofsmord.
- 1330: Eine neue Stadtverfassung ordnet die politischen Machtverhältnisse.
- um 1350: Der „Schwarze Tod“ erreicht auch Magdeburg und fordert zahlreiche Opfer.
Als Hansestadt pflegt Magdeburg enge Verbindungen zu anderen bedeutenden Städten. Besonders mit Braunschweig verbindet die Stadt eine lange Zusammenarbeit – trotz Konkurrenz und mancher Interessengegensätze. Gemeinsam übernehmen beide eine führende Rolle im Sächsischen Städtebund.
Die Pest führt auch in Magdeburg zu Ausgrenzung und Gewalt. Wie andernorts werden Jüdinnen und Juden für die Seuche verantwortlich gemacht. Diese haltlosen Anschuldigungen und antisemitischen Vorurteile führen zu Verfolgungen und Pogromen.
