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1618 -1680

Der Dreißigjährige Krieg und die Folgen

1618 -1680

1631 – Magdeburg in Flammen

Der Prager Fenstersturz von 1618 markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Dreizehn Jahre später erreicht die Katastrophe Magdeburg.

Nach längerer Belagerung erstürmen die Truppen der Katholischen Liga unter General Tilly am 10. Mai 1631 die Stadt. Es folgen Plünderungen, Gewalt und ein verheerender Brand. Große Teile Magdeburgs werden zerstört, Tausende Menschen verlieren ihr Leben.

„Magdeburger Bluthochzeit“ – eine Stadt wird zum Sinnbild der Zerstörung

Das Ausmaß der Katastrophe erschüttert Europa. Die Vernichtung Magdeburgs wird zum Symbol für die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Mit „magdeburgisieren“ entsteht sogar ein neuer Begriff für die vollständige Zerstörung einer Stadt.

Magdeburg 1631 wird zum Mahnmal dafür, was Krieg einer Stadt und ihren Menschen antun kann.

1618 -1680

Das Ende der städtischen Selbstständigkeit

Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges kämpft Otto von Guericke als Bürgermeister und Diplomat darum, Magdeburgs politische Selbstständigkeit zu bewahren und die Anerkennung als Freie Reichsstadt zu erreichen. Seine Bemühungen bleiben jedoch erfolglos.

1666 kommt es zur entscheidenden Zäsur: Mit dem Klosterbergischen Vertrag muss sich Magdeburg der Herrschaft des Kurfürsten von Brandenburg unterwerfen.

Damit endet eine über Jahrhunderte gewachsene Tradition weitreichender städtischer Selbstverwaltung. Magdeburg verliert seine politische Eigenständigkeit und wird Teil des brandenburgischen Herrschaftsbereichs.

Otto-von-Guericke (1602 – 1686)

Ein Diplomat, Wissenschaftler und Erfinder als Oberbürgermeister.
Besuchen Sie das Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause.